WICHTIGE   INFORMATIONEN !!!                   

Liebe Gemeinde, und wieder gibt es neue Informationen, die für unser Miteinander im Kirchspiel (besonders für die Feier von Gottesdiensten vom 04.-20.Mai) wichtig und bestimmend sind - gemäß SächsCoronaSchVO vom 4,Mai – unter Berücksichtigung strenger Abstands- & Hygieneauflagen:

* Gottesdienstteilnehmerzahl in den Kirchen: ohne konkrete Personenbegrenzung, aber mit Listeneintragung der Teilnehmenden Dringlich empfohlen  : das Tragen des Mund-Nase-Schutzes (!), der von den Gottesdienstbesuchern eigenständig mitzubringen ist!

* Gottesdienst-Teilnehmerzahl im Freien: max. 50 Personen verpflichtend: Mund-Nase-Schutz!

* keine Teilnahme möglich bei coronatypischen Krankheitssymptomen

* Sicherstellung eines Mindestabstandes von 1,5m

* Begrenzung der Gottesdienstdauer

* Verzicht auf die Feier des Hl.Abendmahles, auf alle liturgischen Handlungen mit Körperkontakt & Einsatz aller Chöre

* Möglichkeit zur Händedesinfektion ist beim Betreten und Verlassen der Kirche gewährleistet.

* … Die Gemeindeveranstaltungen & -zusammenkünfte  (wie z.B. Christenlehre, jegliche Proben, Konfi-& JG-Zeit, Gemeindekreise, Geburtstagsbesuche, ...) bleiben weiterhin untersagt. (Nichtöffentliche) Sitzungen (z.B. Kirchenvorstand, Kirchgemeinde-vertretungen dürfen unter den benannten Abstands- & Hygieneauflagen stattfinden. Die Pfarrämter bleiben geöffnet. Und gern sind wir Mitarbeitende für Sie da – in dem Rahmen & Maße, der jeweils gesetzt ist.

Die Bestattungen sind ohne Personenbegrenzung unter Einhaltung der Abstands- & Hygienevorschriften gestattet.

 

 

Bleiben Sie alle weiterhin behütet!

Ihre/Eure Pfarrerin Sabine Prokopiev                                                                                                            Bärnsdorf, 05.05.2020

 

 

An(ge)dacht 

 Was für Zeiten?! Ein derzeit vielgesagter Satz, auch von mir. Staunen, Verwunderung, Fragen, Sorgen, Unsicherheit und sogar manche Wut sind darin gebettet. So empfinden wir's wohl alle – diese Zeit, die sich so verrückt anfühlt. Ja, etwas ist verrückt, hat sich verschoben – in all unserem Alltag. Was einst (zuweilen alljährlich) geplant war, ist oftmals abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben – auch in unserem Gemeindeleben, wie bspw. die Konfirmation oder die Jubelkonfirmationen, das Frauen-RogateTreffen, beliebte Dorffeste mit den Zelt-Gottesdiensten - wie auch das Lauterbacher Schloss-Jubiläumsfest. Und auch die hoffnungsvoll angedachten regionalen Gottesdienste zu Himmelfahrt (21.5. – An den Altenteichen) & zum Trinitatisfest (07.06. - mit den Gemeinden der neu zu bildenden Struktureinheit) erhalten ein anderes (kleines) Format. 

 Verrückt. Was kann man da planen? Wie weiter? Thomas Carlyle (1795-1881), der einflussreiche schottische Essayist und Historiker, der auch Theologie studierte, er empfiehlt: „Gehe soweit, wie du sehen kannst. Wenn du dort bist, wirst du weiter sehen.“ 

 Also, liebe Gemeindebrief-Leser-Gemeinde, lasst uns in diesen Zeiten, nicht traurig verzagt stehenbleiben, sondern lasst uns Schritte tun. Jeder Schritt verleiht doch seine ganz eigene Perspektive & Chance! Manchem mag dieses 'Schritt-für-Schritt' (zu) langsam gehen. Und wie anstrengend sind Umwege. Pausen könnten erforderlich sein. Unliebsame Stolpersteine uns ausbremsen.  

 Aber Jesus lässt uns dran glauben: es geht voran, es geht immer weiter, auch wenn es sich manchmal anders anfühlt. Schauen wir auf die Jünger Jesu, die Jesus mitten unter sich wussten. Großartiges erlebten und planten und erwartete sie - mit Jesus. Doch ihre Pläne wurden immer wieder durchkreuzt bis zu jenem (Kar-) Freitag, als alles Hoffen und Planen zum Stillstand kam. (sehr nachlesenswert in den Evangelien bei Lukas 9,46-48; bei Matthäus 20,1-16 oder bei Markus 14,26-31; ...). 

 Das Verstehen zu jenen Ereignissen, die die Jünger Jesu zutiefst verschreckten und fast verrückt werden ließen, das wurde ihnen 50 Tage später geschenkt. Wir feiern es heute als unser Pfingstfest. Ein geschenkter Neubeginn. Ja, normal war das nicht, was damals passierte. Die Jünger schienen verrückt – (wie) betrunken (vielleicht mögen Sie auch diese Bibelstelle nachlesen in der Apostelgeschichte 2,1-13). Es war der Beginn einer neuen Normalität - Leben mit Geist Gottes, und dies schenkte den Jüngern eine ganz neue Perspektive auf das Leben. Komme, was da wolle! 

Und dann kam so manches - ein Weg vieler kleiner (mühsamer) Schritte mit der Gründung der ersten Gemeinden (und manchen Rückschlägen). Es kam auch vielerlei Unheilvolles: Anfeindung & Ablehnung, Spott & Hohn, sogar der Märtyrertod vieler. Aber es ging weiter - wider alle Vernunft (mag mancher meinen) - mit Gottvertrauen (halten andere dagegen). Bis heute wissen sich Menschen von Gott ermutigt – gerade in den Zeiten, wo vieles (zum Verrücktwerden) durchkreuzt und abgesagt ist. 

 Wenn wir auch nicht groß planen & keine großen Sprünge machen können, wenn wir auch ahnen, dass manch Geplantes (wie es in diesem Gemeindebrief niedergeschrieben) durchkreuzt wird, so gehen wir soweit, wie es geht. Und dann werden wir weiter sehen. ...  In diesem Sinne seien die Veranstaltungshinweise und -einladungen dieses Gemeindebriefes zu verstehen. In diesem Sinne wünsche ich uns – auch künftig – eine gesegnete Zeit,                         

Ihre/Eure Sabine Prokopiev, Pfarrerin 

 

 

 

Wie geht es weiter in der Region Radeburg & Umgebung? 

 Seit vielen Monaten wird gerungen um eine kirchgemeindeliche Strukturverbindung in der Region und für die Region Radeburg, die sich als wahrlich weitflächig zeigt: von Reinersdorf bis Sacka, von Bärnsdorf bis an die brandenburgische Grenze mit Ponickau & Blochwitz reichend. 

 Fährt man durch die herrlichen Dorflandschaften – dabei Radeburg als Zentrum streifend, sind unverkennbar die 19 Kirchtürme zu sehen, die alle auf den EINEN hinweisen – Gott. ER ist, was uns unumstritten eint. Doch ganz vielgestaltig zeigt sich, wie Kirchgemeinden dieses Erzählen von Gott wach und lebendig halten und gestalten, federführend dabei die derzeitig bestehenden elf Kirchenvorstände der Ev.-Luth. Kirchgemeinden Ponickau & Linz & Schönfeld, Lampertswalde & Blochwitz, Reinersdorf & Ebersbach, Sacka, Radeburg & Rödern und des Ev.-Luth. Kirchspiels Bärnsdorf-Naunhof. 

 Herrlich ist diese Fülle - und zugleich herausfordernd! Denn diese Gemeinden standen in den letzten Jahren vor der großen Aufgabe, sich auf eine Strukturverbindung zu einigen, in deren Rahmen künftig regional zusammengearbeitet werden soll mit der Perspektive einer langfristigen Struktur-, Stellen- und Gemeindegliederentwicklung. 

 Zwei Modelle wurden in dem Entscheidungsprozess vorrangig in den Blick genommen: das Schwesternkirchverhältnis und das Kirchspiel. Alternativ dazu bestehen die Variante einer Vereinigten Kirchgemeinde oder der Kirchgemeindebund. 

 Für unsere Region (Bereich Radeburg) war vom Kirchenbezirk MeißenGroßenhain die Bildung eines Kirchspiels zum 02.Januar 2021 vorgesehen, was vom Landeskirchenamt im März 2019 bestätigt wurde. Diese Entscheidung verursachte in den Gemeinden argen Widerstand. Und so wurde eine Steuerungsgruppe gebildet – bestehend aus den jeweiligen Pfarrer*innen der Region und jeweils einem KV-Mitglied der elf Kirchenvorstände. Vom Vorstand des Kirchspiels Bärnsdorf-Naunhof wurde der Kirchvorsteher Robert Stecher aus Berbisdorf delegiert. In zehn Sitzungen, die uns immer wieder an neue Orte der Region führten, diskutierten wir grundlegende Fragen zur künftigen Strukturverbindung mit all den sich damit ergebenden Themen, begleitet und moderiert von zwei Gemeindeberatern. Der Austausch war unglaublich gewinnbringend. Bedauerlicherweise kam es jedoch zu keiner Einigung. 

Und somit wurden (im März 2020) zwei Verträge auf den Weg gebracht und an das Landeskirchenamt geschickt: ein Vertrag über die Verbindung von Kirchgemeinden im Schwesternkirchverhältnis (von der Mehrheit der beteiligten Kirchenvorstände befürwortet und beschlossen) und ein Kirchspielvertrag. 

 Und wieder heißt es abwarten, wie letztendlich das Landeskirchenamt entscheidet. Es bleibt spannend. Aus der Erfahrung und Arbeit mit und in der Steuerungsgruppe bin ich zuversichtlich, dass der Weg eines guten Miteinanders gefunden wird - Sabine Prokopiev, Pfarrerin  

 

 


Thema KV-Wahl

 

In diesem Jahr (i.R. 13. September 2020) werden die Kirchenvorstände & Kirchgemeindevertretungen für die nächsten 6 Jahre durch Wahl & Berufung gebildet. Am 1. Advent beginnt die neue Amtszeit dieser für unsere Landeskirche so bedeutsamen Leitungsgremien. Das Motto, welches uns begleitet in diesem Entscheidungsprozess, ist bewusst offen gehalten. Es soll von vielen Menschen vielfältig gefüllt werden, denn die Ergänzung des Satzes “Kirche ist…” ermöglicht es, viele Perspektiven und Erfahrungen einfließen zu lassen. 

 Bis zum 02. August können alle Kirchgemeindeglieder ihre Wahlvorschläge einreichen. Die Wahlvorschläge müssen von mindestens fünf wahlberechtigten Kirchgemeindegliedern unterschrieben sein. Die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten müssen schriftlich erklären, dass sie zur Wahl stehen und bereit sind, im Fall ihrer Wahl das Gelöbnis als Kirchvorsteherin und Kirchvorsteher abzulegen, das lautet: 

 „Wollt Ihr das Amt von Kirchenvorstehern & Kirchenvorsteherinnen in dieser Gemeinde führen gemäß dem Evangelium von Jesus Christus, wie es in der heiligen Schrift gegeben und im Bekenntnis der Evangelisch-Lutherischen Kirche bezeugt ist, und seid Ihr bereit, Verantwortung zu übernehmen für den Gottesdienst, für die pädagogischen und diakonischen, ökumenischen und missionarischen Aufgaben der Gemeinde sowie für Lehre, Einheit und Ordnung der Kirche, so reicht mir die Hand und antwortet: „Ja, mit Gottes Hilfe.“ 

 Mögen die kommenden Schritte des Vorbereitens, des dankbaren Zurückblickens und Neu-Beginnens in der Gemeindeleitung unter dem Segen Gottes geschehen – so der Wunsch der Landeskirche mit Sabine Prokopiev, Pfarrerin 

 

 


 

Gesprächsangebot über 'Gott und die Welt'