Dorfkirche Bärwalde

 

 

 

 

Himmelfahrt

2020

Erntedank 2019 in der Kirche Bärwalde

 

Die Kirche Bärwalde ist immer besonders liebevoll geschmückt, wie hier der Taufstein am Sonntag Kantate 2019

2017 - Wir feiern 150 Jahre Kirche Bärwalde

 2017 - In diesem Jahr wird unsere Kirche in Bärwalde 150 Jahre alt. Sie steht in der Mitte des Dorfes. Schon von weitem ist der Turm im Grün der umliegenden Felder zu sehen. In der Wetterfahne ist das Baujahr 1867 eingeschlagen. Touristen, Wanderer, Durchreisende, Gäste besichtigen gerne unsere Dorfkirche und sind überrascht von der Architektur und Ausstattung. Manch einer nimmt Platz in der Kirchenbank. Die Stille des hohen Kirchenraumes lässt sie schweigen - einfach ruhig werden und auf die Stille hören.

 

Am 24. Mai 1866 wurde der Grundstein für das Kirchengebäude gelegt. Sie entstand an der gleichen Stelle, wo schon ihre Vorgängerin errichtet worden war. Die alte Kirche war für die damals 325 Einwohner zu klein geworden. So entschloss man sich, eine Neue zu bauen. Heute leben in Bärwalde ca. 285 Einwohner (Stand 30.06.2017): Kirchenmitglieder sind ca. 170.

 

Nach Abriss der alten Kirche im April 1866 wurde der Neubau in knapp eineinhalb Jahren fertiggestellt. JA, was haben unsere Vorfahren  nur geleistet! Über manches Schwere haben die Alten berichtet - aber auch davon, daß sie wussten, woher sie die Kraft für ihr Leben zu suchen haben.

 

Die Erhaltung des Kirchengebäudes sowie der Innenausstattung waren für alle Generationen große Herausforderungen. Dahingehend seien auch Spenden und Opferfreudigkeit der Gemeindeglieder und auch die Unterstützung übergeordneter Dienststellen genannt. Sie machten es möglich, die ständigen Sanierungsarbeiten zu finanzieren.

 

Unsere Kirche, sie ist das Herzstück unseres Dorfes. Das Gebäude ist das Eine, was man eben sieht, das Andere ist das Glaubensleben, das die Menschen dahin gehen lässt, wo sie Gott begegnen können. Wo Menschen sich treffen, füreinander da sind, sich austauschen, beten, singen u.v.m.. Da will Gott nahe sein und mit uns das geistliche Haus bauen.

 

Das hat auch unsere Vorfahren  bewegt, vor 150 Jahren dieses Gotteshaus zu bauen, wo alle Bewohner Platz finden können. Es war ein Bedürfnis der damaligen Gemeinde. Hier fanden die Menschen des Ortes einen festen Punkt und versammelten sich zu Gottesdiensten, Taufen, Konfirmationen, Eheschließungen, Trauerandachten. Sie trafen sich zu Veranstaltungen wie Bibelwochen, Gemeindeabenden, Christenlehre und Konfirmandenunterricht, Frauendiensten, Männerabenden und nicht zu vergessen die Kirchenmusik.: Chorarbeit, Kurrende,Flötenkreis und vieles mehr.....Manchmal waren es nur wenige Menschen aber Gott hielt seine schützende Hand über unsere Dorfkirche und Gemeinde. Mit Dankbarkeit denken wir an das lange zurückliegende Gemeindeleben in unserer Kirche - wir denken an die vielen Männer und Frauen, die Verantwortung übernommen haben und sich in diesen und jenen Dienst mit einbrachten, insbesondere an alle Menschen, die hier in Freud und Leid Gottes Hilfe erfahren konnten. Wir dürfen mit großer Dankbarkeit zurückblicken auf Menschen, die Gottes Wort zu allen Zeiten den Versammelten predigten.

 

Gottes Wort, es soll weiterleben! Es soll die Besucher berühren! Jeder ist willkommen, keiner ist ausgeschlossen. Gott hat viele Angebote für unser Leben bereit. Lassen wir uns einladen zu den Gottesdienstzen, zu den Veranstaltungen oder einfach zum Verweilen, zum Innehalten - an einem Ort, um Gemeinschaft zu finden.

 

"Alles, was nach dem Wort Gottes geschieht, ist wahrer Gottesdienst" Martin Luther

Ingrid Richter

September 2017

Am Rande des Moritzburger Teichgebietes - inmitten der Fluren - liegt das Dorf Bärwalde, dessen Kirchturm weithin sichtbar ist.

Die Kirche steht in der Mitte des Dorfes und wurde 1867 geweiht. Nach den bekannten Unterlagen ist diese Kirche der zweite Kirchenbau in Bärwalde, der nicht deshalb notwendig wurde, weil die Kirche durch Krieg oder Brand zerstörten worden war.

Das Dorfkirchlein wurde für die wachsende Einwohnerzahl von Bärwalde zu klein. So entschloss man sich, die alte Kirche "abzutragen" und eine neue größere Kirche an gleicher Stelle zu errichten.

Dem Zeitgeist folgend entstand ein Zweckbau, dem die "dorfkirchliche" Ausstrahlung fehlt - ähnlich der Kirche in Bärnsdorf.

1961 wurde der Turm durch einen Kugelblitz stark beschädigt. Größere Schäden an Turm und Schiff konnten durch das schnelle und sichere Eingreifen der örtlichen Feuerwehr abgewendet werden. Instandsetzungarbeiten, die nötig wurden, waren der Auftakt zu umfangreichen Erhaltungsmaßnahmen. So erhielt die Kirche einen neuen Außenanstrich und das Dach wurde neu, der Zeit geschuldet mit Preolitschindeln, gedeckt, was leider eine Neudeckung des Daches jetzt dringend notwendig macht.

Ausgestattet ist die Kirche im Inneren mit zahlreichen auf Leinwand gemalten Bildern zur biblischen Geschichte. Diese Bilder dienten einst bei Bibelstunden als Anschauungsmaterial und waren für den "mobilen" Einsatz gefertigt.

Besondere Verbundenheit der Bärwalder zeigt sich zum Erntedankfest, an dem die Kirche mit zu Ehren Gottes des Schöpfers und "Geber aller Gaben" mit einer "Ehrenpforte" geschmückt wird. Jedes Jahr vor dem Erntedankfest wird auf einem anderen Bauernhof des Dorfes die Ehrenpforte gebunden. Wer in die Bärwalder Kirche will, findet im Dorf schnell den Hinweis, wer den Schlüssel hat.

 

Im Mai diesen Jahres wurden feierlich die neuen Glocken der Kirche geweiht. Die Glocken werden jetzt, im August, an Ort und Stelle gebracht und im Kirchturm ausgerichtet. Das "erste Läuten" der Glocken wird wahrscheinlich zum Erntedankfest zu hören sein.