Gottesdienst 

Juni

 

Du allein kennst das Herz aller Menschen

kinder.

1. Könige 8,34 

 


 

WICHTIGE   INFORMATIONEN

aus dem Kirchspiel  aktuell

 

  

 

 

Kinder- Kurier 

 

Neu
Kinder-Kurier Bärnsdorf 03.06.2020.pdf
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Die aktuellen Hinweise, Antworten auf viele Fragen und Impulse finden Sie auch auf der Seite unserer Landeskirche www.evlks.de

 

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29. Mai 2020: Videobotschaft des EKD-Ratsvorsitzenden „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.“

Die Prognosequalität dieser Seligpreisung würden die meisten Menschen wohl als eher begrenzt betrachten. Das Erdreich besitzen? Dazu scheinen ja doch eher die in der Lage zu sein, denen man alles zuschreiben würde, nur nicht Sanftmut: die Beinharten, die ihren Ellenbogen zu gebrauchen wissen, die Machthaber, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, die Rücksichtslosen, die notfalls über Leichen gehen. Ist es nicht völlig realitätsfern, nun ausgerechnet den Sanftmütigen zu verheißen, das Erdreich zu besitzen? Um zu sehen, wie der Sanftmut sich weltweit ausbreiten kann, muss man nur auf Jesus schauen. Vor zweitausend Jahren ist dieser Mann in Galiläa umhergezogen, hat gepredigt, hat die Menschen fasziniert, weil sie spürten, in der Sanftmut, in der Liebe dieses Mannes, ist Gott selbst gegenwärtig. Und wir spüren es bis heute: In Jesu lebendiger Gegenwart breitet sich die Liebe, breitet sich der Sanftmut aus in der ganzen Welt und verändert sie. Das beste Beispiel dafür ist die friedliche Revolution in der DDR vor gut 30 Jahren. Mit allem haben wir gerechnet, nur nicht mit Kerzen und Gebeten. Das hat uns wehrlos gemacht. So hat der damalige Vorsitzende des Ministerrats der DDR, Horst Sindermann, im Rückblick gesagt. „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.“ Noch ist das eine Verheißung für die Zukunft, aber zeichenhaft erfüllt sie sich schon jetzt. Geht gesegnet und behütet in diesen Tag. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Der EKD-Ratsvorsitzende ermuntert und bestärkt mit einer täglichen Videobotschaft auf www.facebook.com/landesbischof/ und www.youtube.com/user/bayernevangelisch/videos die Menschen: „Jesus hat geheilt und deswegen sind die Menschen, die jetzt heilen, die Menschen, die jetzt Nähe ausstrahlen, Liebe ausstrahlen, auf andere achten, so etwas wie die Hände Gottes für mich in diesen Tagen." www.facebook.com/landesbischof/ https://www.youtube.com/user/bayernevangelisch/videos

 

 

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.

Ps 46, 2

In diesen Tagen verbreitet das Coronavirus weltweit Angst und Schrecken. Viele Menschen sind vor allem deshalb verunsichert, weil seine tatsächliche Gefährlichkeit nur schwer einzuschätzen ist und es im Moment weder eine Therapie noch einen Impfstoff gibt. Neben der praktischen Frage, wie man sich angemessen verhält, beschäftigen uns auch tieferliegende Sorgen: Was trägt in einer schweren Krise wirklich? Worauf können wir uns verlassen, wenn es darauf ankommt? In wessen Hand ist unser Leben? 

Für uns Christen gilt: gute und schlimme Tage, Hoffnungen und Sorgen, unverhofftes Glück und plötzliche Not gehören in unsere Beziehung zu Gott. Wir wenden uns besonders dann an ihn, wenn wir nicht mehr weiter wissen. Jetzt erleben wir einen solchen Moment. Deshalb klagen wir Gott unsere Not und erbitten wir von ihm Zuversicht und Stärke!

Zugleich sind wir herausgefordert, manche unserer Haltungen zu überdenken. Wie passt unsere Ängstlichkeit im Blick auf uns selbst zusammen mit der Gleichgültigkeit gegenüber der Not anderer? Was lehrt uns das Coronavirus über unseren Umgang mit Alten und Kranken, Kriegsopfern und Menschen auf der Flucht? Sind wir gleichgültig gegenüber Menschen, denen es schlechter geht als uns? Das beschämt uns!

Darüber hinaus wird uns konkret vor Augen geführt, dass wir unser Leben nicht bewahren können. Diese Pandemie kann alle Menschen treffen. Sie macht uns gleich und damit demütig!

Wir können solche und ähnliche Gedanken nur dann zulassen, wenn wir etwas haben, das uns Hoffnung gibt. Zuversicht und Stärke sollen unter uns entstehen. Gottvertrauen baut sich auf, wenn wir unser Leben Gott anvertrauen. Daraus wächst Handlungsstärke im Blick auf das, was jetzt zu tun ist sowie Gelassenheit gegenüber dem, was wir nicht in der Hand haben. 

Dazu kann uns dieses Gebet (Nr. 930, Evangelisches Gesangbuch) helfen:

Vater im Himmel, ich bitte weder um Gesundheit noch Krankheit, weder um Leben noch um Tod, sondern darum, dass Du über meine Gesundheit und meine Krankheit, über mein Leben und meinen Tod verfügst zu deiner Ehre und zu meinem Heil. Du allein weißt, was gut für mich ist. Du allein bist der Herr, tue, was du willst. Gib mir, nimm mir, aber mache meinen Willen dem deinen gleich. Amen.

Tobias Bilz, Landesbischof


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